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Katzen richtig füttern

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Um Katzen richtig zu füttern, sollte man sie mehrmals täglich in kleinen Portionen füttern, da dies ihrem natürlichen Jagdverhalten entspricht. Eine Kombination aus Nass- und Trockenfutter kann abwechslungsreich sein, wobei Nassfutter den Flüssigkeitsbedarf besser deckt und Trockenfutter zur freien Aufnahme angeboten werden kann, wenn die Katze nicht zu Übergewicht neigt. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und bieten Sie das Futter an einem ruhigen, sauberen Ort an.

Fütterungshäufigkeit und -strategien ...

  • Mehrere kleine Mahlzeiten: Katzen sind Raubtiere, die darauf ausgelegt sind, mehrmals täglich kleine Mengen zu fressen. Verteilen Sie die Futterportionen auf mehrere kleine Mahlzeiten.
  • Kombinierte Fütterung: Eine Mischung aus Nass- und Trockenfutter bietet Abwechslung und deckt verschiedene Bedürfnisse.
  • Vor der Mahlzeit spielen: Kombiniere das natürliche Jagdverhalten mit der Fütterung. Verwende Futterspielzeuge, um das Futter erarbeiten zu lassen, verstecke Leckerlis für Suchspiele oder integriere Jagdspiele.
  • Alter und Zustand: Berücksichtigen Sie das Alter und die Lebensphase der Katze (Kitten, Erwachsene, Senioren), da sich der Ernährungsbedarf ändert.

Futterarten und deren Eigenschaften ...

  • Nassfutter: Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, da Nassfutter einen hohen Wassergehalt hat und den Flüssigkeitsbedarf der Katze zu einem grossen Teil deckt. Es sollte nicht zu lange stehen, da es sonst ungeniessbar wird.
  • Trockenfutter: Kann zur freien Verfügung angeboten werden, wenn die Katze nicht zu Übergewicht neigt. Achten Sie dennoch darauf, das Gewicht Ihrer Katze im Auge zu behalten.
  • Leckerlis: Katzen sollten Leckerlis nur in Massen bekommen. Die genaue Menge hängt vom Aktivitätslevel der Katze, ihrem Gewicht (evtl. Übergewicht) und der Art des Leckerlis ab. Achten Sie auf Leckerlis ohne Zucker und Geschmacksverstärker.
  • BARFen (Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung): Um eine Katze zu barfen, füttern Sie rohes Fleisch, Innereien und Knochen, ergänzt durch einen kleinen Anteil pflanzlicher Komponenten wie Obst und Gemüse, um den natürlichen Ernährungsbedarf zu decken. Achtung bei Umstellung. Holen Sie professionellen Rat ein.
  • Nahrungsergänzungen: für Katzen sollten bedarfsgerecht eingesetzt werden. Omega-3-Fettsäuren für Haut und Fell, Probiotika für die Verdauung oder Gelenkunterstützung. Auch Taurin ist essentiell für Herz und Augen, während Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem, Augen, Knochen und ein glänzendes Fell wichtig sind. Die genaue Auswahl und Dosierung sollte immer in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen, um Mangel oder Überdosierung zu vermeiden. 

  

Futtermenge und deren Faktoren ...

  • Alter und Aktivitätsgrad: Kitten, säugende Katzen und sehr aktive Freigänger benötigen mehr Energie als ältere oder Couch-Potatos.
  • Futterart: Nassfutter hat eine andere Energiedichte als Trockenfutter. Mischende Fütterung erfordert eine Anpassung der Mengen beider Futterarten.
  • Gesundheitszustand: Übergewichtige Katzen brauchen weniger, untergewichtige Katzen mehr Futter.
  • Futtermenge anpassen: Beobachte deine Katze. Nimmt sie zu oder ab? Passe die Futtermenge schrittweise an, um das Idealgewicht zu halten.

  

Wichtige Aspekte bei der Fütterung ...

  • Futterplatz: Stellen Sie sicher, dass der Futternapf an einem ruhigen Ort steht, damit sich die Katze in Ruhe und ohne Stress bedienen kann.
  • Flüssigkeitszufuhr: Achten Sie auf eine ausreichende Wasseraufnahme. Nassfutter hilft dabei, aber stellen Sie immer frisches Wasser zur Verfügung.
  • Individuelle Bedürfnisse: Der Futterbedarf hängt von Alter, Aktivitätslevel und Zustand der Katze ab (z.B. Kätzchen oder Senioren). Passen Sie die Futtermenge entsprechend an.
  • Tipps:
    • Höhe Fressnapf: Sinnvoll ist es, den Fressnapf etwas zu erhöhen, damit die Katze enspannt fressen kann.
    • Design Fressnapf: Verwenden Sie als Fressnapf nur breite, flache Teller oder geeignete Futterschalen, um die empfindlichen Schnurrhaare Ihrer Katze zu schützen.
    • Material FressnapfBevorzugen Sie Keramik- oder Glas. Plastik kann Gerüche annehmen und sind unhygienischer, während Metall durch Reflexionen Katzen verunsichern können.
    • Wasser: Stellen Sie das Wasser nicht direkt neben den Fressnapf, sondern mindestens einen Meter entfernt, damit das Wasser nicht durch Futterreste verunreinigt wird.
    • Wasserspender: bieten den Vorteil einer erhöhten Flüssigkeitsaufnahme, da Katzen instinktiv fliessendes Wasser bevorzugen, das länger frisch und sauber bleibt als stilles Wasser im Napf.
    • Schleckmatte: Nassfutter kann auch auf einer Schleckmatte angeboten werden, was das Fressen verlangsamt und die Katze zusätzlich beschäftigt.
    • FutterautomatFür berufstätige Halter kann ein Futterautomat eine gute Lösung sein, um Trockenfutter portionsweise über den Tag verteilt anzubieten.

Giftige Lebensmittel für Katzen ...

  • Lauchgewächse: (Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch): Enthalten Schwefelverbindungen, die Blutkörperchen schädigen können.
  • Schokolade: Enthält Theobromin, das für Katzen giftig ist.
  • Weintrauben und Rosinen: Können Nierenversagen verursachen.
  • Avocado: Enthält Persin, das für Katzen toxisch ist und zu Atemnot sowie Herzmuskelschäden führen kann.
  • Rohe Eier: Können Salmonellen enthalten und das Protein Avidin kann die Biotinaufnahme hemmen.
  • Rohes Fleisch und Fisch: Können Bakterien wie Salmonellen oder das Aujeszky-Virus (bei rohem Schweinefleisch) übertragen.
  • Tomaten, Auberginen, rohe Kartoffeln: Die Nachtschattengewächse können Solanin enthalten, das Krämpfe und Atemprobleme auslösen kann.
  • Alkohol und Koffein: Sind für Katzen sehr gefährlich und sollten unbedingt vermieden werden.

  

Andere unverträgliche Lebensmittel ...

  • Milchprodukte: Viele erwachsene Katzen sind laktoseintolerant und können Durchfall oder Bauchkrämpfe bekommen.
  • Brot und Hefe: Können im Magen zu Gasbildung führen und sind nicht Teil des natürlichen Nahrungsspektrums von Katzen.
  • Rohe oder gekochte Knochen: Gekochte Knochen können splittern und den Verdauungstrakt verletzen, während Fleischknochen zu Zahnfrakturen führen können.
  • Hundefutter: Der Nährstoffgehalt ist für Katzen nicht optimal und sollte nicht verfüttert werden.
  • Süssigkeiten, gezuckerte Lebensmittel und Xylitol: Zucker ist ungesund für Katzen, und Xylitol ist eine besonders gefährliche Zutat.